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Der Prozess und die Bedeutung der Fotografie für mich und meine Arbeit
vor 13 Jahren und 246 Tagen
Ich bin vorallem eine Malerin. Dennoch die Fotografie kann ich für mich nicht ausschliessen, ist sie mir genauso wichtig wie die Zeichnung. Beides sehe ich als ergänzende Media. Zum einen erlaubt die Fotografie flüchtige Augenblicke am schnellsten zu skizzieren, zum anderem ist ein fotografisches Thema für mich ein Liebkosen dessen, was mir immer wieder begegnet, wie die stetigen Wege, welche ich eine Weile mit Füssen und Augen erlebe. Da sind auch die Gesten der Menschen, die sie aus Gewohnheit immer wieder vorstellen und mich beschäftigen.
Spiegelungen
vor 13 Jahren und 250 Tagen
Vorbei gehend, in die Fenster blickend, entdecke ich nicht immer nur das, was ausgelegt wurde. Ich halte an der Grenze an, die das Draussen von Innen trennt. Durchsichtig, fliessend. Die Scheibe lässt mich hinein und zeigt mir auch was sie sieht. Bis heute zieht mich ein Schau-Fenster in seinen Bann. Da ist die Scheibe Glas. Sie erlaubt hindurch zu treten. Nur mit den Augen. Sie lässt betrachten, was hinter ihr geschieht. Ich kann wiederrum entscheiden, wie weit mein Blick ihrer Einladung folgt. Sie zeigt mir doch zu gleich, was hinter mir passiert.
Eine Weihnachtskarpfen-Erzählung
vor 13 Jahren und 263 Tagen
Ich kaufte eines Tages einen Karpfen, 1890 gr , lebend. Ich lies ihn im Laden töten. Ich sah das nicht, wollte das nicht sehen. Der Körper des Karpfens rührte sich den ganzen Weg in der transparenten Plastiktüte. Ich kehrte zu dem Laden zurück um den nicht perfekten Tod zu reklamieren. Sie versicherten mir seinen Tod. Der Körper zuckte. Den sicher toten Karpfen legte ich in meinen Waschbecken. Ein rosa-farbenes Waschbecken in einem rot-weissem Zimmer. Der Karpfen lag friedlich. Jedoch sein Geist fing wieder aufzuleben. Der Körper bebte. Sprang bei der zarten Berührung eines Messers...
Ich treffe Menschen
vor 13 Jahren und 275 Tagen
Ich treffe Menschen. Viele. Es ist etwas berauschendes darin. Jeder hat seine einmalige Geschichte. Einige Geschichten sind schön, einige traurig und einige unbegreiflich. Es bleibt mir wie immer die Vorstellung über das, was sein könnte hinter der flüchtigen Einsicht. Oft bleibt nicht die Zeit um tiefer zu entdecken. Ich gehe heraus und schlendere durch die Strassen der Stadt und frage mich, kenne ich den, der hier wohnt? Bin ich ihm schon begegnet?
Der Geist und sein Haus
vor 13 Jahren und 285 Tagen
In jedem Körper ist etwas, was der Mechanik des anderem gleicht. Das Gerüst besteht aus den selben Elementen. Die Muskeln und Sehnen haben die selben Aufgaben und alle Sinne haben den selben Auftrag. In jedem Körper steckt ein Geist, der auch in seinem Fundament ähnlich dem des Gegenüber empfindet. Die Grundbedürfnisse des Körpers sind einfach zu bedienen, die des Geistes sind oftmals erst sehr schwer zu erfassen. Geist und Körper - getrennt von einander - empfinden und reagieren. Sie empfinden Wohl-Tuendes. Sie empfinden Unwohl-Sein. Kälte schmerzt wie Amputation. Liebkosung und ...
Und jetzt?
vor 13 Jahren und 296 Tagen
Benommenheit und Entsetzen. Ich möchte eigentlich sehr viel mitteilen. Ich ersticke aber zur Zeit an dem Übermass der Eindrücke und derer Verwertung. Vor allem stelle ich, nach den Bildern zerbombter Kinder und derer Familien, unsere Auslese in Frage. Natürlich bin ich als Künstler auch ein Befürworter der Weltverbesserer und möchte Liebe und Frieden für alle!! Doch wenn ich bei der Vorstellung ankomme, was unserer Kinder Augen sehen, fühle ich Ohnmacht.
Online - outline
vor 13 Jahren und 305 Tagen
Welch ein Durcheinander der Medien! Wand - Räume - Seite - Plattform- Online oder wohin?? Die Welt war eigentlich schon immer imaginär. Auch ohne Internet verlief die Gedankenwelt an Pfaden, die niemals allen bewusst und greifbar waren. Ohne es wissentlich in das Real-Life zu übertragen, waren wir, wie Hexen, wege-steuernd und manipulativ unterwegs. Zum Ausprobieren, Grenzen testend und unsere Kräfte messend. Heute - ohne Anstrengung stellen wir unseren Fuss so einige Male unbeholfen und unhöflich in Türen, welche uns weder einladen noch als Additiv einladen möchten. Und - Wir könn...
Wie privat darf die Kunst sein?
vor 13 Jahren und 313 Tagen
Was darf heute auf privaten Wänden hängen? Und wer entscheidet darüber? Ich habe mich etwas nach draussen gewagt und hörte so einige Anschauungen über die Kunst. Zurückgekehrt in meine Höhle sass ich eine Weile etwas durchgeschüttelt da. Da waren Aussagen einiger Galeristen und Kunst-Pädagogen, weiter Gespräche mit Kunst-Liebhabern und Kunststudenten. Zweierlei beeindruckte mich: Zu einem die Sehnsucht nach "privater" Kunst, anderseits die Unsicherheit für sich selbst sprechen zu dürfen was berührt. Diesen Aspekt weiter betrachtend gibt es noch die selbstverneinende Haltung nicht z...
Wie geht es mit dem ehemaligem Ostwall-Museum am Ostwall weiter?
vor 13 Jahren und 323 Tagen
Das "alte" Ostwall-Museum in Dortmund steht als verlassenes Gebäude am Ostwall. Viele Pläne und Gedanke kreisen um das weitere Schicksal der Gemäuer, die einigen Kunstwerken eine besondere Kulisse gab. Möglich, dass dort kein zeitgenössischer Geist herrscht, der dort seine Aura verbreitet, aber es ist ein wunderbarer Ort um die schönen Künste im klassischem Dasein zu erleben. Bilder, heute muss ich betonen, dass ich von WAND-Bildern sprechen möchte, können dort auf subtile Weise ganz privat und individuell erlebt werden. Das ist ein Charakterzug dieses kleinen Museum für dessen Zwe...
Mira auf dem Scheiterhaufen
vor 13 Jahren und 330 Tagen
Die Augen dem tiefsten Leid verfallen. Der Blick zieht Kreise unter einer Schädeldecke, welche von Tabletten genährt. Verschleiert ist der Kontrast der Freuden. Madonnenhafte Anwesenheit umgarnt die drei Gestalten, welche ihr Fleisch und Blut stahlen um sie reichlich zu belohnen. Noch nicht zur Belohnung gereift, entzieht sie deren Kraft. Denn derjenige, der ihr Kraft zu geben versprach, brach. Schicksal schafft Anmut, dem Fluch schöner Steine gleich. Langsam lassen sie die, für sie erbauten Stufen räumen.
Wahlen, Nobel-Preisentscheidungen und so etwas
vor 13 Jahren und 333 Tagen
Wie viele Menschen bestimmen mich mit wesentlichen Fragen in meinem Dasein? Neben der alles umfassenden Frage nach dem Sinn des Daseins, folge ich der vielen Fragen , die meinen Weg kreuzen und die nicht aus meinem Kopf entsprungen sind. Die Analogie unserer aller Empfindlichkeiten und der Übersetzung derer durch unsere Herkunft und Erfahrung ist sehr spannend.
Ein Leben
vor 13 Jahren und 341 Tagen
Die Definition und Bedeutung des Zeichens sind absolut symbolisch und grundlegend in unserer Kommunikation. Das Zeichen auch so zu benutzen, um es genau so zu lesen, wie es im Ursprung des Gedanken gesetzt wurde, bedarf einer Umsetzung, wie wir die Regeln des Erkennens aus der Erfahrung heraus kreierten und weiterhin manifestieren. Alle Anforderungen zielen an eine Kerngruppe, doch erkannt werden sollen sie aber von Allen. Der Ursprung, aus dem ich mein Zeichen setzte, ist ein sehr einfacher um im ebenso grossen Umfang gelesen und verstanden zu werden. Es ist ein kleines Fähnchen m...